
Bioaktuell24 Archiv
Energiekonzerne beim Klimaschutz durchgefallen
- Artikel vom:
- 15.09.2009
- Quelle:
- 2009
- Rubrik:
- ältere News
- Kategorie:
- ältere Nachrichten
Artikel Inhalt
Energiekonzerne beim Klimaschutz durchgefallen
Greenpeace-Umfrage: Mehrheit der Deutschen haelt Engagement der Stromversorger fuer unzureichend
Mehr als zwei Drittel der Bundesbuerger halten das Klimaschutzengagement von RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW fuer unzureichend und die aktuellen Strompreise der Konzerne fuer ueberzogen. Das ergab eine repraesentative Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace. Danach bemaengeln 85 Prozent aller Befragten die Strompreise grosser Anbieter als zu hoch, 69 Prozent halten deren Investitionen in Erneuerbare Energien fuer nicht ausreichend. 77 Prozent der Befragten lehnen eine Beteiligung der grossen Stromkonzerne an osteuropaeischen Atomkraftwerken ab."Die Deutschen haben es satt, ueberzogene Strompreise fuer dreckigen Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu zahlen", beurteilt Andree Boehling, Energieexperte von Greenpeace, die Ergebnisse der Umfrage. "RWE, E.ON & Co. werden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in keiner Weise gerecht. Die Bundesbuerger wollen mehr Investitionen in Erneuerbare Energien, keine waghalsigen Atomkraftprojekte und faire Preise."Atomkraft ist fuer die Bundesbuerger keine Alternative zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Deutliche 77 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine Beteiligung grosser Stromkonzerne an osteuropaeischen Atomkraftwerken aus. Aktuell plant gerade RWE ein neues Kraftwerk im bulgarischen Erdbebengebiet in Belene. Eine Greenpeace-Studie hatte gerade erst gezeigt, dass die Energieversorger zukuenftig vor allem in den Bereichen Kohle- und Atomstrom wachsen wollen. Im Jahr 2007 hatte RWE nur0,8 Prozent seiner Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien ohne alte und laengst abgeschriebene Wasserkraftanlagen gedeckt. Auch zukuenftig (2008 bis 2012) plant RWE nicht mehr als 15 Prozent seiner Gesamtinvestitionen in Erneuerbare Energien zu lenken."Die gigantischen PR-Kampagnen der Stromkonzerne haben ihre Wirkung verfehlt. Die Politik muss endlich gegen die Vormacht der vier Konzerne einschreiten und die Ziele beim Klimaschutz und Wettbewerb auf den Energiemaerkten durchsetzen. Dafuer muss eine unabhaengige Netz-AG gegruendet und das Erzeugungsmonopol der beiden Maechtigsten RWE und E.ON begrenzt werden", fordert Andree Boehling.Greenpeace hatte schon Ende 2008 eine Vattenfall-Werbekampagne unter dem irrefuehrenden Titel "Klimaunterschrift" als reine PR-Kampagne entlarvt und als Antwort die Internetseite ins Netz gestellt.
Pressearchiv Version: 2.0.0Beta3_20100613

