
Gesund durch Singen
Singen baut Stress ab und stärkt die körpereigene Abwehr. Konkret, es verhindert die Ausschüttung des Stresshormons Kartisol und sorgt für eine vermehrte Blutbildung von Immunglobulin A, einem wichtigen Teil des Immunsystems. Musik nur zum hören entfaltet diese Wirkung allerdings nicht, laut einer Untersuchung des Instituts für Musikpädagogik.
Entscheidende Veränderungen spielen sich auch im Kopf ab. Dort sorgt Singen für Wohlbefinden, indem es das Belohnungssystem aktiviert. Außerdem schüttet der Körper dabei vermehrt das Hormon Oxytocin aus. Die Substanz steigert die Gedächnisleistung und das soziale Miteinander. Gleichzeitig vermindert sich beim Singen jene Hormone, die aggresiver machen.
Wann man singt, spielt für die Gesundheit keine Rolle. Wichtig ist nur, das wir mit dem Gesungenen etwas Positives verbinden, erklärt Prof.Dr. Bernhardt Richter vom Freiburger Institut für Musikermedizin. Wer schon als Kind mit dem Singen beginnt, profitiert am meisten davon. Das ist wie beim Sport treiben. Wer nur im Sessel sitzt, wird keine sportliche Figur bekommen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei jungen Menschen die Stimmbänder verkümmern, wenn diese sie nicht benutzen.

