
Karies behandeln ohne zu bohren
Das berüchtigte Bohren beim Zahnarzt ist vielen ein Gräuel.
Aber es gibt schmerzarmere Alternativen, sagt Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.
Als Alternativen zum Bohren stehen heute sechs Verfahren zur Verfügung: Laser Ultraschall, Pulverstrahl, Ozon, spezielle Gels und eine Einspritztechnik. Diese Behandlungen haben gemeinsam, dass sie in der Regel schmerzfrei sind. Sie funktionieren aber nur, wenn die Karies noch oberflächlich ist und der Zahn erstmalig behandelt wird. Zum Entfernen alter Füllungen, unter oder neben denen sich Karies befindet, einen sich nach Aussage des Zahnarztes nicht.
Wer sich als Patient für eine dieser Behandlungen interessiert, erkundigt sich am besten vor Ort, welcher Zahnarzt die vorgestellten Techniken anbietet. In der Regel werden diese Verfahren jedoch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt, relativiert Dr. Fedderwitz. Das Bohren mit einem herkömmlichen Bohrer sei deutlich kostengünstiger als zum Beispiel eine Laserbehandlung.

