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Umwelteinflüsse können schaden

Verschiedene Umweltgiftstoffe führen bei Tieren zu Fruchtbarkeitsstörungen. Die schädlichen Stoffe erreichen, zum Beispiel über die Nahrungskette oder die Atemluft, auch den Menschen. Ob sie beim Menschen Fruchtbarkeitsstörungen hervorrufen können, ist nicht immer geklärt. Umweltgifte umgeben uns überall.

Viele Materialien und Flüssigkeiten – wie zum Beispiel Baustoffe, Schaumstoffe, Farben, Lacke, Reinigungsmittel, Medikamente – enthalten giftige Inhaltsstoffe. Häufig ist nicht oder nur unzureichend bekannt, inwiefern sie sich auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Auch ob es einen Zusammenhang zwischen Umweltgiften und Fruchtbarkeitsstörungen gibt, wird unter Expertinnen und Experten kontrovers diskutiert. Es ist jedoch bei bestimmten Substanzen nachgewiesen, dass sie bei verschiedenen Tierarten zu Störungen der Fortpflanzungsfähigkeit, zu Organmissbildungen und zu Tumoren beitragen. Der Kontakt mit Umweltgiften lässt sich nicht vollständig vermeiden. Dennoch ist es sinnvoll, beim Kauf von Lebensmitteln, Kleidung und Wohnungseinrichtung möglichst umweltschonend produzierte, wenig belastete Produkte zu bevorzugen. Wenn der Verdacht besteht, dass man am Arbeitsplatz oder in der Wohnung besonders hohen Konzentrationen von schädlichen Substanzen ausgesetzt ist, kann man auch eine Verbraucherberatungsstelle zu Rate ziehen. Der Nutzen einer Therapie von Belastungen durch Umweltgiftstoffe ist umstritten. Die Diagnostik und Therapie erfordert spezielles Wissen und sollte nur von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Schwermetalle: Blei, Kadmium, Quecksilber Die Schwermetalle Blei, Kadmium und Quecksilber können bei Fruchtbarkeit Frauen und Männern die Fruchtbarkeit mindern. Blei gelangt vor allem über Autoabgase und veraltete Wasserrohre in den menschlichen Organismus. Kadmium kann in belasteten Nahrungsmitteln enthalten sein, auch Zigarettenrauch enthält Kadmium. Quecksilberbelastungen treten vor allem in der Zahnarztpraxis und anderen Arbeitsstellen, an denen Quecksilber verarbeitet wird, auf.

Ein Test ist ratsam, wenn aufgrund besonderer Umstände, zum Beispiel durch die berufliche Tätigkeit, eine starke Anreicherung von Schwermetallen im Körper vermutet wird. Lösungsmittel Lösungsmittel befinden sich zum Beispiel in Farben, Lacken, Polituren, Klebstoffen und Konservierungsmitteln. Sie stehen im Verdacht, Hormonstörungen zu verursachen und die Fehlgeburtsrate zu erhöhen. Es ist daher ratsam auf lösungsmittelfreie Produkte zu achten.

Insekten- und Unkrautvernichtungsmittel sowie Düngemittel werden in der Landwirtschaft eingesetzt. Die dort Beschäftigten sind deshalb einer besonders hohen Konzentrationen ausgesetzt. Die Mittel gelangen aber auch in geringeren Konzentrationen in die gesamte Umwelt, da zum Beispiel Teppiche, Holz und Kleidungsstücke mit Pestiziden behandelt werden, um sie vor Insektenfraß zu schützen. Diese Substanzen werden hauptsächlich über die Haut aufgenommen. Auch sie stehen im Verdacht, Fruchtbarkeitsstörungen zu verursachen. Dioxin Dioxin entsteht bei unsachgemäßer Müllverbrennung und ist ein sehr gefährliches Umweltgift. Unfälle, bei denen sehr hohe Konzentrationen von Dioxin freigesetzt wurden, zeigten die Gefährdung für die Gesundheit von Schwangeren und für die Entwicklung des ungeborenen.

 
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