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Aktuell

Bioland fordert mehr Mut

EU-Agrarreform ab 2014: Bioland fordert mehr Mut und Nachbesserungen
Höhere Kofinanzierungssätze in der 2. Säule für effiziente Maßnahmen im Umweltschutz gefordert

 

„Die Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der EU-Agrarpolitik bedürfen erheblicher Nachbesserungen, um die großen Herausforderungen beim Schutz von Klima, Wasser und Böden zu bewältigen und den fortschreitenden Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten,“ kommentiert Jan Plagge, Präsident von Bioland die Legislativ-Vorschläge der EU-Kommission. Der Ansatz der EU-Kommission, die Direktzahlungen an gewisse Umweltvorgaben im Bereich Fruchtfolge, Verbot des Grünlandumbruchs und Einrichtung von ökologischen Vorrangflächen zu binden, ist richtig. So wie die Auflagen jetzt vorgeschlagen wurden, sind jedoch kaum positive Umweltwirkungen zu erwarten. So dürfte nach Vorstellungen von Bioland in einer 3-gliedrigen Fruchtfolge eine Kultur einen maximalen Flächenanteil von 50 Prozent einnehmen und nicht 70 Prozent, wie von der EU geplant. Zudem fordert Bioland einen Mindestanteil von Leguminosen in der Fruchtfolge. Dies dient dem Klima- und Bodenschutz. Zudem kann so die heimische Einweißversorgung gestärkt werden und der Futterimport von GVO-Soja reduziert werden. Beim Umbruchverbot von Grünland muss das von der EU-Kommission vorgeschlagene Referenzdatum (1.1.2014) unbedingt vorverlegt werden, denn ansonsten würde 2013 zum Jahr des Grünlandumbruches werden – mit fatalen Folgen für den Klimaschutz. „Umweltschädliche Bewirtschaftungsmethoden wie Mais-Monokulturen müssen zukünftig von Transferzahlungen ausgeschlossen werden, denn nur dann ist eine höhere Akzeptanz der Gesellschaft für die Agrargelder zu erwarten“, fordert Plagge.

Enttäuscht zeigt sich Bioland von der ungenügenden finanziellen Ausstattung und Beteiligung der EU an der Zweiten Säule, der Förderung des ländlichen Raums. So wird die Förderung des ökologischen Landbaus nur mit 50 Prozent EU-Geldern unterstützt, den Rest müssen die Nationalstaaten oder Bundesländer selbst aufbringen. „Für Bioland ist unverständlich, warum die EU-Kommission keine differenzierten Kofinanzierungssätze vorschlägt. Umweltpolitisch besonders sinnvolle Maßnahmen wie die Förderung des Biolandbaus sollten über deutlich höhere Kofinanzierungssätze mit 90 Prozent durch die EU gestärkt werden. Wichtiger EU-Umweltziele könnten so viel besser erreicht werden“, fordert Plagge. Denn bisher sind wichtige Fördermaßnahmen von der Kassenlage in Bund und Ländern abhängig. Die Direktzahlungen der Ersten Säule werden dagegen zu 100 Prozent aus dem EU-Topf gewährt.

Bioland widerspricht Behauptungen, dass der ökologische Landbau in der 2. Säule nicht mehr förderfähig wäre, weil er die Greeningauflagen zum Erhalt der Direktzahlungen (1. Säule) bereits erfüllt. Das Gegenteil ist der Fall. Denn nach den Plänen der EU-Kommission wird die Förderung des Biolandbaus auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil der Agrarumweltprogramme sein. „EU-Kommission und Bundesregierung sollten mit der Agrarreform die besondere Unterstützung des Biolandbaus in den Fokus stellen, da dieses Anbausystem sich als Lösungsstrategie bei der Bewältigung der zahlreichen umweltpolitischen Herausforderungen besonders anbietet. So dient der Biolandbau dem Boden- und Klimaschutz, schützt Gewässer vor Pestizid- und hohen Nitrateinträgen und trägt zum Erhalt der hohen Artenvielfalt bei“, so Plagge.

Bioland fordert Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner in den nun anstehenden Verhandlungen mit den anderen EU-Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament auf, durch entsprechende Nachbesserungen die EU-Agrarpolitik ernsthaft zu ökologisieren.Quelle.Bioland.e.V.

 

Dänemark führt Fettsteuer ein

Je fetter desto teurer

Seit dem 1. Oktober ist in Dänemark ein neues Steuergesetz in Kraft getreten, durch das sich die Politik eine Verbesserung der Essgewohnheiten verspricht. Lebensmittel, die als primäre Quellen von gesättigten Fettsäuren gelten, werden zusätzlich mit 16 Dänischen Kronen (ca. 2,15 Euro) pro Kilo gesättigte Fettsäuren besteuert. Das gilt für alle Rohwaren, die einen Gehalt an gesättigten Fettsäuren von mehr als 2,3 Prozent aufweisen. Ausgenommen sind die Lebensmittelgruppen Fisch, Milch und Eier. Die gesetzliche Regelung sieht vor, dass ein Lebensmittelprodukt nach dem Anteil an gesättigten Fettsäuren in den verwendeten Rohstoffen besteuert wird. Die Steuer für eine Lasagne wird demnach für das rohe Hackfleisch, das verwendete Öl und den Käse einzeln berechnet. Die politische Absicht ist, die Dänen vor einer zu hohen Aufnahme an gesättigten Fettsäuren zu schützen und dadurch das Risiko für Übergewicht und Herzkreislauferkrankungen zu senken. Diese fiskalische Regulierung des Einkaufsverhaltens ist den Dänen nicht unbekannt. Auch Alkohol, Tabak und Zucker werden dort, wie auch in den anderen skandinavischen Ländern, hoch besteuert. Die Lebensmittelindustrie soll durch die neue Steuer bewegt werden, den Anteil an gesättigten Fettsäuren in ihren Produkten zu verringern. Die Unternehmen schlagen jedoch erwartungsgemäß Alarm und drohen mit Arbeitsplatzverlusten. Große Lebensmittelproduzenten befürchten, dass die Qualitätsansprüche auf Grund der Preiserhöhungen sinken werden und die Verbraucher vermehrt zu günstigeren, meist ausländischen Waren greifen. Dabei gilt die Steuer sowohl für dänische als auch importierte Waren. Um den großen bürokratischen Aufwand zu verringern, sind kleine Lebensmittelproduzenten und Importeure von der zusätzlichen Steuerpflicht ausgenommen. Das Gesetz wurde im März dieses Jahres fast einstimmig vom Parlament verabschiedet. Demnach ist nicht zu erwarten, dass die neue Regierung unter der Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt alsbald eine Änderung vornehmen wird. Es bleibt abzuwarten, ob die dänischen Verbraucher die Aufforderung annehmen, Produkte mit weniger gesättigten Fettsäuren zu präferieren. Eventuell führt nicht nur der tatsächliche Preisanstieg, sondern auch die daraus erfolgte Debatte um die Einführung der Fettsteuer zu einer gesundheitsförderlicheren Auswahl. Die Hamsterkäufe von Butter und Sahne vor dem 1. Oktober sprachen jedoch zunächst eine andere Sprache.

Nora Moltrecht, www.aid.de

 

Über eine Million

 

Über eine Million Hektar ökologisch bewirtschaftet

Zwar übersteigt die ökologisch bewirtschaftete Fläche 2010 in Deutschland erstmals die Millionengrenze, nach wie vor ist die Nachfrage nach Bio-Produkten aber größer als das heimische Angebot“, so das Fazit von Thomas Dosch, Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der Bio-Markt verzeichnete 2010 ein Umsatzplus von 2 % und erreichte ein Marktvolumen von 5,9 Mrd. Euro. Während sich das Wachstum des konventionellen Handels bei Bio-Produkten konsolidiert, legte der Naturkostfachhandel erneut kräftig zu: „Mit 8 % Wachstum im Jahr 2010 sind Bio-Läden und Bio-Supermärkte Impulsgeber der Marktentwicklung: Der Fachhandel baut damit seinen Anteil am Bio-Markt weiter aus“, so Götz Rehn, Vorstand des BÖLW. „Die Verbraucher verlangen immer mehr nach unverfälschten, umwelt- und tierfreundlich erzeugten Bio-Lebensmitteln. Es gibt weiter große Wachstumschancen für Bio-Vollsortimenter. Deshalb erwarten wir 2011 ein deutlich stärkeres Wachstum im Naturkostfachhandel“, ist Götz Rehn überzeugt.

„Für die Unternehmer der Bio-Branche ist das Wachstum aber kein Wert an sich, vielmehr geht es um dessen inhaltliche Bedeutung: Es ist ein aktiver Beitrag zu sauberem Grundwasser, zu einer größeren Artenvielfalt und zum Klimaschutz“, erläutert Alex Beck. „Den Zusammenhang zwischen den ökologischen und sozialen Leistungen des Öko-Landbaus und der großen Nachfrage nach Bio-Produkten muss die Politik endlich nutzen, um ihre Ziele zu erreichen: eine nachhaltige Landwirtschaft, sichergestellt durch existenzfähige landwirtschaftliche Betriebe“, so Dosch. Da dies auch das Ziel der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik sei, müsse dem Öko-Landbau dabei die Leitbildfunktion zugesprochen werden. Dosch fordert Schleswig-Holstein auf, seinen vollständigen Ausstieg aus der Öko-Förderung zurück zu nehmen, ebenso müsse Baden-Württemberg den Stopp der Umstellungsförderung rückgängig machen.

Auch im Jahr 2010 hielt das Wachstum bei Bio-Betrieben weiter an. Nach aktuellen Schätzungen nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche um rund 54.000 ha auf über eine Million Hektar (ca. 1.001.200 ha) zu, was einem Zuwachs von 5,7 % gegenüber 2009 entspricht. Die Zahl der Bio-Betriebe wuchs binnen eines Jahres von 21.047 auf ca. 22.200 Betriebe, eine Zunahme um gut 1.100 Betriebe oder 5,4 %. Der Flächenzuwachs ist bei den verbandsgebundenen Betrieben mit 30.512 ha größer als bei den EU-Bio-Betrieben mit geschätzten 23.500 ha. Die verbandsgebundenen Betriebe nehmen einen Flächenanteil von 68,3 % gegenüber EU-Bio-Betrieben ein. Die durchschnittliche Größe verbandsgebundener Bio-Betriebe ist mit ca. 60 ha genau doppelt so groß wie die von EU-Bio-Betrieben mit durchschnittlich ca. 30 ha.

Umfängliche Informationen finden Sie in unserer Broschüre „Zahlen, Daten, Fakten: Die Bio-Branche 2011“, die unter www.boelw.de als pdf-Dokument herunter geladen werden kann.Quelle:Bölw

 

Wer ist wirklich bio? Internationale Internetplattform bioC schafft Sicherheit

Als Gemeinschaftsprojekt haben Öko-Kontrollstellen, der BÖLW, das FiBL und der bioC-Gründer Ulrich Fischer die bioC GmbH gegründet. Das erfolgreiche Verzeichnis der zertifizierten Unternehmen des Ökologischen Landbaus unter www.bioc.info macht damit einen weiteren Schritt in Richtung einer internationalen Internetplattform.

Vor dem Zukauf von Öko-Lebensmitteln müssen Einkäufer prüfen, ob die Ware tatsächlich von einem zertifizierten Bio-Lieferanten stammt. Hier hilft die Internetdatenbank www.bioC.info. Seit acht Jahren bietet sie aktuelle Informationen zum Zertifizierungsstatus von etwa 25.000 zertifizierten Betrieben und Unternehmen von 13 teilnehmenden Öko-Kontrollstellen aus Deutschland, Österreich und Luxemburg. Ein elektronisches Benachrichtigungssystem soll künftig sicherstellen, dass die Abnehmer bei Zertifikatsverlust sofort informiert werden.

"Mit der Gründung der bioC GmbH wollen wir dieses Verzeichnis zunächst weiter für Deutschland und in einem zweiten Schritt für die Europäische Union ausbauen.", meint Alexander Gerber vom Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Ziel der BioC GmbH ist es, alle kontrollierten Erzeuger, Verarbeiter und Händler im System zu listen.

"Darum ist es gut, dass wir neun Kontrollstellen aus Deutschland und Österreich als Gesellschafter im Boot haben" sagen Ulrich Fischer und Rolf Mäder, die neuen Geschäftsführer "und wir freuen uns darüber, dass die niederländische Kontrollstelle SKAL ihre Daten zur Verfügung stellen wird. Das gemeinsame Projekt steht allen Öko-Kontrollstellen offen und macht den schwarzen Schafen das Leben schwerer."

Die bioC GmbH wurde zum 1. Januar 2011 gegründet.
Gesellschafter sind die Kontrollstellen ABCERT AG, ABCG GmbH, ars probata GmbH, Kontrollservice BIKO Tirol (Österreich), IMO GmbH, GfRS mbH, Kontrollverein Ökologischer Landbau e.V., ÖKOP-Zertifizierungs GmbH, SLK Ges.m.b.H. (Österreich), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), das Forschungsinstitut für biologischen Landbau e.V. (FiBL) und der bioC Gründer Ulrich Fischer.

 

Antibiotikaresistenzen in der Lebensmittelkette

BfR veröffentlicht zwei Berichte zur Resistenz-Situation bei verschiedenen Bakteriengruppen

Die Nationalen Referenzlabore für Salmonellen und für Antibiotikaresistenz am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben in den Jahren 2000 bis 2008 Salmonella-Isolate aus diagnostischen Einsendungen auf Antibiotikaresistenz getestet und nach epidemiologischen Kriterien bewertet. Die Isolate stammten vor allem von Tieren und aus Lebensmitteln, aber auch aus Futtermitteln und aus der Umwelt. Von den 33.625 Isolaten waren 48 Prozent resistent gegen mindestens eine und 35 Prozent sogar resistent gegen mehr als eine Antibiotikaklasse. Bei den Isolaten von Nutztieren und aus Lebensmitteln lagen die Resistenzraten dabei wesentlich höher. Eine zweite, nunmehr repräsentative, Untersuchung aus dem Jahr 2009 bestätigt die Ergebnisse für Salmonellen und kommt zu ähnlichen Ergebnissen auch für Escherichia coli und Campylobacter. „Resistenzen bei Krankheitserregern in Tieren und auf Lebensmitteln sind ein gravierendes Problem im gesundheitlichen Verbraucherschutz“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Infektionen mit resistenten Erregern können beim Menschen den Verlauf von Erkrankungen verlängern und erschweren. Sie können Krankenhausaufenthalte erforderlich machen und in bestimmten Fällen auch lebensbedrohlich werden.

Salmonellen gehören zu den häufigsten Auslösern von Lebensmittelinfektionen beim Menschen. Die sogenannte Salmonellose äußert sich meist in Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen. Gesunde Menschen überstehen dies in der Regel innerhalb einiger Tage, doch bei Abwehr geschwächten Patienten, Älteren und Kindern kann die Infektion auch einen schweren Verlauf nehmen. Dann kann eine Behandlung mit Antibiotika notwendig werden.

Das Ausmaß der Resistenzen gegen Antibiotika hat das BfR anhand der EU-weit gültigen epidemiologischen Kriterien bewertet. Diese erlauben, frühzeitig Abweichungen von einer unbelasteten Bakterienpopulation, der sogenannten Wildtyppopulation, zu erkennen und treffen keine Aussagen zur Therapierbarkeit einer Infektion. Laut der Bewertung zeigen Salmonella-Isolate von Tieren und aus Lebensmitteln für die meisten antibiotisch wirksamen Substanzen höhere Resistenzraten als solche aus der Umwelt und aus Futtermitteln. Resistenzen gegen Antibiotikaklassen, die in der Human- und Tiermedizin seit langem eingesetzt werden, zum Beispiel Tetrazykline und Aminopenicilline, waren häufig. Auch Resistenzen gegen Antibiotika, die von der WHO als besonders wichtig für die Humanmedizin eingestuft wurden, sind in Salmonellen unterschiedlicher Herkünfte nachweisbar. Problematisch sind nicht nur die resistenten Erreger selbst, sondern auch, dass sie die Resistenzen an andere Krankheitserreger weitergeben können. Dadurch wird der Resistenzpool erweitert und das Risiko für Mensch und Tier vergrößert, wobei ein lückenloser Nachweis der Übertragung dieser Resistenzen auf den Menschen bislang nur in Einzelfällen erfolgen konnte.

In einigen Fällen waren Resistenzen von Salmonellen gegen die besonders wichtigen Antibiotikagruppen sogar sehr häufig. So waren die Serovare Salmonella Paratyphi B dT+ vom Huhn und aus Hühnerfleisch sowie Salmonella Saintpaul aus der Pute und aus Putenfleisch gegenüber der Gruppe der Chinolone und Fluorochinolone zu 60 bis 85 Prozent resistent. Diese Salmonella-Serovare kommen in diesen Lebensmitteln vermehrt vor, verursachen allerdings bisher nur wenige Infektionen beim Menschen. Resistenzen gegen Cephalosporine der dritten Generation waren mit 1,1 Prozent im Vergleich zu den übrigen Substanzen selten, bei einzelnen Salmonella-Serovaren gab es aber deutlich höhere Raten.

Das repräsentative Resistenzmonitoring verschiedener Erreger im Jahre 2009 bestätigt die für die Jahre 2000 bis 2008 beschriebenen Resistenzraten bei Salmonellen und zeigt, dass sie auch bei anderen Bakterien von Tieren und aus Lebensmitteln nachzuweisen sind. Resistenzen gegen Fluorochinolone wurden dabei insbesondere bei Salmonellen und Escherichia coli vom Hähnchen, aber auch bei Campylobacter vom Hähnchen und vom Mastkalb bei bis zu zwei Drittel der Isolate nachgewiesen. Resistenzen gegenüber Cephalosporinen der dritten Generation wurden in über fünf Prozent der Escherichia coli-Isolate von Masthähnchen nachgewiesen, aber auch vereinzelt bei Isolaten vom Mastkalb beobachtet.

In beiden Studien wird die Resistenzsituation auf den verschiedenen Stufen der Lebensmittelkette analysiert. Die vergleichbaren Resistenzmuster von Isolaten von Tieren und aus dem Fleisch der Tiere unterstreichen die Wahrscheinlichkeit, dass die Erreger bei der Fleischgewinnung auf das Fleisch gelangen können. Mit dem Fleisch können die resistenten Keime wiederum zu den Verbrauchern gelangen. Diese können einer Infektion mit den üblichen Küchenhygienemaßnahmen vorbeugen.

Um eine weitere Zunahme der Resistenzen zu verhindern, sollte der Antibiotika-Einsatz nach Auffassung des BfR sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt werden. Die Überwachung der Resistenzentwicklung bei Krankheitserregern und bei Bakterien der Darmflora ist Voraussetzung für die Risikobewertung von Antibiotikaresistenzen. Diese Überwachung aber auch Maßnahmen zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes bei Tieren und in der Lebensmittelkette sind Bestandteil der „Deutschen Antibiotikaresistenzstrategie“ (DART) der Bundesregierung.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.Quelle.BfR

 
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